OPTICRON
Verano 8×32 BGA PC
Waterproof 7.5°
Zunächst ein paar grundlegende Fakten. Das Verano 8×32 wird von Opticron mit CHF 689.- angegeben, und beim Blick auf den Markt fällt es mir schwer, einen offensichtlichen Konkurrenten auf diesem Preisniveau zu finden. Die Zeiss, Leica und Swarovski Gläser liegen in dieser Qualitätsklasse preislich um einiges höher, und die Abbildungsleistung der Opticrons ist absolut top-class.
Zubehör
- original OPTICRON Umhängeriemen
- Okularschutz 1-teilig
- Tasche
Das Opticron Verano 8 x 32 zeigte eine hervorragende Kontrolle von inneren Reflexionen. Ich konnte keinerlei signifikante Reflexe feststellen. Auch gab es kein diffuses Licht um besonders helle Lichtquellen. Diese Ergebnisse sind so gut wie bei jedem hochwertigen Optikgerät, das ich je gesehen habe. Die Untersuchung der Austrittspupillen zeigte ebenfalls hervorragende Ergebnisse: schöne dunkle Bereiche um die runden Pupillen. Aufgrund dieser Ergebnisse habe ich eine überdurchschnittliche Kontrolle von Blendung und Streulicht voll erwartet. Und wie ich gleich verraten werde, genau das haben auch meine Feldtests gezeigt.
Ich habe einige visuelle Vergleiche des Opticron Verano mit meinem Zeiss Victory Pocket 8 x 25 durchgeführt, wobei beide dasselbe tatsächliche Sichtfeld hatten. Die Vergleiche waren sehr aufschlussreich. Der Verano zeigte eine sehr ähnliche zentrale Schärfe wie das Zeiss. Bei gutem Licht empfand ich den Sweet Spot des Zeiss als etwas größer und die optische Leistung gegen das Licht als leicht besser, aber die Unterschiede waren bestenfalls subtil. Bei trübem Abendlicht hingegen ließ die höhere Lichtstärke des Verano ihn deutlich vor dem Zeiss liegen, was ihm unter diesen Bedingungen klare Vorteile gegenüber dem kleineren Instrument verschaffte. Diese Beobachtungen dienten lediglich dazu, meine Meinung zu festigen, dass das 32-mm-Format vielseitiger ist als Gläser mit kleinerer Öffnung.
Der Verano verfügt über ein sehr sanftes und reaktionsschnelles Fokussierrad, aber was ich besonders bemerkenswert fand, war die Reichweite, die er über unendlich hinaus bot – mehr als eine volle Umdrehung (also tatsächlich mehr als die Hälfte seines Fokussierwegs) –, was es Nutzern mit schwerer Kurzsichtigkeit ermöglicht, das Instrument ohne Brille zu benutzen. Angesichts dieser Tatsache war ich besonders erfreut zu sehen, dass der Nahfokusabstand etwas mehr als 2 Meter beträgt.
Dieses gebrauchte Fernglas zeigt einige kleine Gebrauchsspuren, jedoch ist die Optik einwandfrei und die optische Abbildungsqualität liegt im Bereich bester europäischer Spitzenmarken. Für unter CHF 300.- ist dieses Fernglas ein echte Gelegenheit, in den Genuss von optischer Perfektion zu kommen, ohne die mittlerweile etwas überzüchteten Preise deutscher Erzeugnisse in Kauf nehmen zu müssen.
