Die Vixen Super Polaris ist ein stabile parallaktische Montierung für Refraktoren bis ca. 125mm Öffnung und Reflektoren bis 200mm öffnung. Die Gültigkeit dieser Angaben ist stark abhängig von der Baulänge der Teleskope und ihrem Gewicht. Ein kurzer 8 Zoll Schmidt Cassegrain von Meade oder Celestron wird noch gut getragen, während ein Newton mit derselben Öffnung und mehr als doppelt so langem Tubus die Super Polaris überfordern würde.
Die Vixen Super Polaris ist relativ leicht und kann gut transportiert werden. Dieser Montierungstyp hat zwei Drehknöpfe für die Feinbewegung und kann zusätzlich mit Motoren ausgestattet werden. Wer eine höhere Tragkraft benötigt, kommt um deutlich schwerere Achsenkreuze nicht umhin. In dem Fall gibt es keine Alternativen mit manueller Nachführung. Motoren, Steuereinheit und ein schwerer Akku gehören immer dazu. Der Aufbau einer größeren, umfangreicheren und komplexeren Montierung ist mit einem höheren Aufwand verbunden, der das Ausnutzen von Wolkenlücken oder sonstige spontanen Beobachtungssituationen behindert.
An beiden Achsen befinden sich Drehkreise. Die Deklinationsachse hat Grad-Einteilung mit 360 Strichen. An der Stundenachse (auch Rektaszensionsachse) befindet sich eine Skala mit Uhrzeiten. Zwischen den Stunden ( 0 – 23 ) befinden sich Striche im Abstand von 10 Minuten.
Technische Daten
Hersteller
Vixen
Bezeichnung
Vixen SP / Vixen Super Polaris
Typ
Parallaktische Montierung
Gewicht
3,9 kg ohne Gegengewichte
Tragkraft
ca. 8 kg (eher 5 kg)
Motorisierbar
ja
Die Vixen SP hat große Skalen an den Pol- und Stundenachsen. Leider sind diese an späteren Montierungen in dieser Klasse nicht mehr anzutreffen. Wer damit umgehen kann, braucht keine automatische Ausrichtung des Teleskops mittels eines GOTO-Systems. Sehr gut sind die Stangen mit den soliden Drehknöpfen. Am Nachfolger, der Vixen Great Polaris / Vixen GP, sind sie nicht so stabil ausgeführt und manche Nutzer verwenden an ihr diese Teile von einer alten Vixen SP. Die längliche Aufnahmeplatte zum Anmontieren von Teleskopen hat, wie das Bild zeigt, kein Klemmsystem. Stattdessen werden die Rohrschellen der Teleskope festgeschraubt.
An beiden Achsen befinden sich Drehkreise. Die Deklinationsachse hat Grad-Einteilung mit 360 Strichen. An der Stundenachse (auch Rektaszensionsachse) befindet sich eine Skala mit Uhrzeiten. Zwischen den Stunden ( 0 – 23 ) befinden sich Striche im Abstand von 10 Minuten.
Die Vixen SP und Vixen SP DX waren in den 1980ern begehrte parallaktische Montierungen, die weitaus besser waren als billige Montierungen von Kaufhaus-Teleskopen. Man k beide Achsen Motoren anbringen und per Kabel mit einem Handsteuergerät verbinden. Die Stromversorgung erfolgte durch einen Korb mit Batterien. Das war bequem und die in großen Stückzahlen produzierten Notierungen trugen vor allem Teleskopen von Vixen und Celestron.
Sie wurden in den 1990ern von den Vixen GP Montierungen abgelöst, die hinsichtlich Genauigkeit und Tragkraft sehr ähnlich waren, aber zum Anbringen von Teleskopen ein Klemmsystem einführten, das die Vixen SP Serie noch nicht hatte.
Falls man eine mit Motoren und Steuerung erhält, kann man sie auch damit einsetzen. Sollte die Motorisierung aber nicht inbegriffen sein, ist die Vixen SP eine relativ leichte Montierung mit manueller Nachführung für populäre ED – Refraktoren bis 90 mm Durchmesser und die weitverbreiteten und baugleichen 127/1500 Maksutovs von Sky-Watcher und anderen. Sie ist gut für den schnellen Einsatz auf dem Balkon geeignet. Dem Rücken tut es gut, wenn statt zum Beispiel einer Synta / Sky-Watcher HEQ5 Montierung, deren Achsenkreuz 9,6 Kilo wiegt, die erheblich leichtere Vixen SP aus dem Zimmer auf dem Balkon getragen wird und umgekehrt.
Zwar verzichtet man dabei auf dem Komfort der motorisierten Nachführung, aber zur visuellen Beobachtung mit Vergrößerungen bis 200x reicht auch die händische Nachführung über die Stundenachse. Voraussetzung dafür ist, dass sie mithilfe des Polsuchers einigermaßen korrekt auf den Polarstern ausgerichtet ist. Zum Fotografieren der großen und hellen Objekte Mond und Sonne wäre das völlig ausreichend und ist auf jeden Fall komfortabler als die Verwendung von azimutalen Montierungen ohne Feintriebe an den Achsen.
In azimutaler Ausrichtung ist die Vixen SP ein ordentlicher Stativkopf für Spektive, Refraktoren mit Amiciprisma und große Teleobjektive in der Naturbeobachtung, bzw. Naturfotografie. Die Ausrichtung der Blickrichtung über die Feineinstellungen mit Getrieben bietet erhebliche Vorteile gegenüber Stativköpfen aus der Fototechnik, die üblicherweise in der Naturbeobachtung zum Tragen von Fernoptiken verwendet werden.
Abbildung 1 – Lieferumfang (mit Stativ)
Abbildung 2 – Explosions-Diagramm mit allen anschliessbaren Einzelteilen
Abbildung 3 – Polachsen-Fernrohr mit Fadenkreuz (zur polaren Ausrichtung)
Abbildung 4 – Höhenverstellbares Holzstativ (vibrationsarm)
Abbildung 5 – Verstärkte Polhöhenandruckplatte (von Baader Planetarium)
