Wer sich schon einmal mit Astrofotografie beschäftigt hat, weiß, wie schwierig der Weg zu einem auch nur „passablen“ geschweige denn guten Bild sein kann: teures Equipment, perfekte Bedingungen, akribische Justierung – und selbst dann ist das Ergebnis oft ungewiss. Oftmals ist viel Geduld gefragt und man muss einiges an Frust aushalten, bis man ein vorzeigbares Bild vorliegen hat. Sicherlich ist für viele Astro-Fans auch der Weg das Ziel (was ich voll und ganz nachvollziehen kann), aber man kann sich sicherlich darauf einigen, dass dieser Weg mitunter frustrierend und gerade am Anfang beschwerlich ist.
Das hier rezensierte SEESTAR S50 hat all dies für mich aber komplett auf den Kopf gestellt, und für mich ist das S50 ein echter Gamechanger.
Die Kombination aus durchdachter Hardware und einer intuitiven App macht den Einstieg in die Astrofotografie so einfach wie nie zuvor: das SEESTAR S50 ist mit wenigen Handgriffen aufgebaut und einsatzbereit, und es nimmt dem Benutzer praktisch alle mit Astrofotografie verbundene Arbeit ab…. und liefert Resultate, die ich nie und nimmer für möglich gehalten habe.
Die Performance beeindruckt sehr, dank automatischer Ausrichtung und effizientem Stacking entstehen Bilder, die man früher nur mit viel Erfahrung und sehr teurem Equipment erreichen konnte. Selbst in urbaner Umgebung, mit all ihrer Lichtverschmutzung, liefert der SEESTAR S50 beeindruckende Aufnahmen… mir gelangen gleich auf Anhieb, beim ersten Test und von meinem Balkon (!), Fotos von M 31 (der Andromeda Galaxis), für welche ich noch vor wenigen Jahren sehr teures Equipment und beste Bedingungen gebraucht hätte.
Die technischen Daten des SEESTAR S50 überzeugen sehr. Trotz seines kompakten Formats bietet es eine hochwertige Optik, einen leistungsstarken Sensor und eine präzise motorisierte Montierung, die das automatische Anfahren und Nachführen von Himmelsobjekten ermöglicht. Der interne Speicher, die lange Akkulaufzeit und das geringe Gewicht machen das System zudem extrem mobil, das SEESTAR S50 lässt sich kinderleicht verstauen, nimmt kaum nennenswerten Platz weg und kann leicht transportiert werden – und es ist in weniger als einer Minute aufgebaut und einsatzbereit. Wer wie ich schon mal ein konventionelles Teleskop mit all seiner Peripherie durch einen nächtlichen Wald getragen hat und dann auf einer Lichtung aufbaute wird wissen, was ich meine.
Die Konstruktion und die Verarbeitung ist gut und wertig, und das SEESTAR S50 besteht im Kern nur aus einem Korpus und einem Stativ, der Aufbau ist somit schnell erledigt und das gesamte Gerät ist so auch, im Rahmen einer Kamera / Teleskop, recht robust…. das man es natürlich vorsichtig behandeln sollte versteht sich hoffentlich von selbst.
Ein besonderes Highlight ist die begleitende App, durch welche die Steuerung des Teleskops nahezu selbsterklärend funktioniert. Über die integrierte Menüs lassen sich Objekte bequem auswählen, woraufhin sich der SEESTAR S50 automatisch ausrichtet und mit dem Stacking beginnt. Filterwechsel, Live-Vorschau, Belichtungskontrolle – alles ist mit wenigen Fingertipps erreichbar. Das Pairing mit der App funktioniert reibungslos, und die gesamte Bedienung wirkt bis ins Detail durchdacht.
Alles in allem: das SEESTAR S50 ist in meinen Augen ein echter Gamechanger, wenn es um Astrofotografie im Hobbybereich geht. Es beeindruckt durch starke Performance, durchdachtes Design und gute Komponenten, und ist bei all dem auch noch sehr transportabel. So sehr ich konventionelle Teleskope liebe (und weiterhin lieben werde), das S50 hat mich regelrecht begeistert.
Das Teleskop ist in perfektem Zustand.
Es ist ein Stativ und ein Sonnenfilter dabei, ebenso wie ein passender Koffer.
Es liegen Kurzanleitungen in gedruckter Form im Koffer.
Der Grund für den Verkauf liegt im Erwerb eines leistungsfähigeren ORIGIN-Teleskops aus dem Hause Celestron.
